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Das DOC – Gebiet Lugana – zwischen Venetien und der Lombardei

Lugana umfasst ein kleines Gebiet am südlichen Ufer des wunderbaren Gardasees. Dieses DOC- Gebiet, dessen Wein offiziell aus der Lombardei stammt, tatsächlich aber “zwei Gesichter hat”, wie Zeffiro Bocci die örtlichen Besonderheiten Luganas kommentiert, umfasst nur fünf Gemeinden.

Und es ist in der Tat so, dass Lugana auf zwei Regionen aufgeteilt ist: ein Teil liegt in der Lombardei in der Provinz Brescia (Sirmione, Desenzano del Garda, Lonato del Garda und Pozzolengo) und der andere Teil gehört zur Provinz Verona, Venetien, und zwar die Gemeinde Peschiera del Garda, und dabei werden gerade in Verona, wo sich nur 250 ha der insgesamt 1000 ha unter Reben befinden, etwa 60% der Gesamtproduktion des DOC Lugana abgefüllt.

Doch gehen wir ein wenig in die Vergangenheit zurück und sehen uns die Entwicklung dieser Appellation, die 1967 der Lombardei ihr erstes DOC – Gebiet bescherte, der Reihenfolge nach an.

Im Altertum war die “Selva Lucana” ein unkultivierter Landstrich, nichts weiter, als ein sumpfiges Waldgebiet, das erst im Jahre ‘400 von der Republik Venedig, urbar gemacht wurde.  Allerdings scheint es in diesem Gebiet bereits im Bronzealter Weinstöcke gegeben zu haben, davon zeugen jedenfalls Traubenkerne der Wilden Weinrebe – vitis silvestris – die man in den prähistorischen Pfahlbauten von Peschiera del Garda gefunden hat.

Wahre und echte Belege für den Weinbau in diesem Gebiet finden sich im Laufe der Jahrhunderte eher selten, doch zu Beginn des 9. Jahrhunderts “ist das ehemals wilde Lugana eine fruchtbare Ebene, die fast vollständig mit Weinstöcken bedeckt ist und aus der ein Weißwein höchster Qualität stammt, der auch kommerziell von großem Wert ist” (Auszug aus “Cenni storici e statistici di Pozzolengo” von Don Giuseppe Leonetti).

turbianaDie Weißweinsorte Trebbiano ist eine autochthone Sorte Norditaliens, die auch Turbiana oder Trebbiano di Lugana (oder manchmal Trebbiano di Soave, dem er zwar stark ähnelt, der aber auf anderen Böden, eher vulkanischen Ursprungs, gedeiht, und nicht auf den Moräneböden, wie man sie im Bereich des Lugana DOC vorfindet) genannt wird. Sie gehört zur großen Familie der Trebbiano Reben, ist aber weniger ertragreich; man hat sie lange Zeit mit dem Verdicchio dei Castelli di Jesi verwechselt.

Das Terrain auf dem er angebaut wird ist lehmig und reich an Mineralsalzen, der Boden fest und kompakt in Trockenperioden, weicht aber bei Regen auf. Doch es ist eben dieser Boden, der der Rebe ihre charakteristischen Geschmacksmerkmale verleiht.

Das Mikroklima in diesem Gebiet ist tatsächlich ganz anders, als es normalerweise typisch für die Po-Ebene ist, und weist eher mediterrane Züge auf (was auch durch das Vorhandensein von Olivenbäumen und Zitronenbäumen bestätigt wird). Thermische Schwankungen sind gering, und durch die leichten Winde des Gardasees werden die Temperaturen sowohl im Sommer als auch im Winter gemäßigt. Gemäß den Richtlinien, liegen die Weingärten in der Ebene.

Den Löwenanteil der Produktion von Lugana macht die vorgeschriebene Hauptrebsorte aus. Andere weiße Rebsorten, die für den Anbau in der Lombardei oder der Region Venetien zugelassen sind, dürfen zu maximal 10 % zugesetzt werden. Für die Reifung des Weins sind folgende Zeiträume vorgeschrieben:

Lugana Superiore, der 1998 in die Verordnung aufgenommen wurde, muss eine Reifezeit von mindestens zwölf Monaten ab dem 1. Oktober des Herstellungsjahrs absolviert haben.

Lugana Riserva, muss mindestens eine Reifezeit von 24 Monaten ab dem 1. Oktober des Herstellungsjahrs absolviert haben, davon mind. 6 Monate auf der Flasche.

Lugana Vendemmia Tardiva, (deutsch: Spätlese), zu dessen Herstellung die überreifen Trauben über den normalen Termin der Weinlese hinaus an der Pflanze belassen werden ohne weitere Trocknung im Weinkeller, muss eine Reifezeit von mindestens zwölf Monaten ab dem 1. Oktober des Herstellungsjahrs absolviert haben.

Lugana Spumante, darf sowohl nach der Metodo Charmat als auch nach der Metodo Classico produziert werden.

Um die geschützte Ursprungsbezeichnung zu bewahren und den Lugana-Wein zu schützen wurde 1990 das Consorzio per la Tutela del Lugana – Konsortium zum Schutz des Lugana – eingerichtet.

 

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